Mitmachen
Artikel

Sparen? Schon wieder ein Fremdwort im Gemeinderat Hofstetten-Flüh

Für die dritte Lesung des Budgets 2026 der Gemeinde Hofstetten-Flüh wurde dem Gemeinderat an der Budgetsitzung vom 14. Oktober 2025 ein Entwurf vorgelegt, der nach wie vor ein sehr hohes Defizit aufweist.

Bereits zu Beginn sorgte ein Vorgehen im Finanzbereich für Unmut. Der ressortverantwortliche SVP-Gemeinderat wurde von Gemeindepräsidentin Tanja Steiger in der Vorbereitung dieser Budgetsitzung einfach umgangen. Sie tätigte Budget-Abklärungen beim Amt für Gemeinden (AGEM), lies sich vom Amt beraten, stellte Steuerkalkulationen an und formulierte Anträge, zur Erhöhung von Ausgaben im Verwaltungsbereich. Dieses Vorgehen wurde von den SVP-Gemeinderäten harsch kritisiert.

Die von Gemeindepräsidentin Steiger vorgelegte Steuerberechnung zeigt, dass sie offenbar bereits für das Jahr 2026 mit einer Steuererhöhung von 5 Prozentpunkten liebäugelt. Ihre Projektion geht sogar davon aus, den Steuersatz bis 2031 um bis zu 10 Prozentpunkte zu erhöhen – und das ohne Finanzstrategie!

In der Budgetlesung wurden dann im Verwaltungsbereich zusätzliche Ausgaben beschlossen und das IT-Budget von rund 100’000 Franken für neue Projekte – entgegen der klaren Ablehnung der SVP-Gemeinderäte – durchgewinkt. Die IT-Projekte sollen durch eine externe Firma umgesetzt werden, wobei alleine die Beratungskosten 50’000 Franken betragen. Software- und Hardwarekosten sind darin noch nicht einmal enthalten.

In der Investitionsrechnung tauchte zudem überraschend ein neues Projekt über 150’000 Franken auf. Das von den Initianten als «Zugvögel» bezeichnete Vorhaben wurde dem Gemeinderat bisher nur einmal kurz und unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgestellt.
Geplant sind Umbauten am Annexbau des alten Primarschulhauses in Hofstetten. Künftig sollen dort Gemeinde- und Bauverwaltung untergebracht werden. Die bisherigen Verwaltungsräume sollen umgenutzt werden. Ob das Budget von 150’000 Franken ausreicht, weiss derzeit niemand. Verschiedene Voten zeigten, dass zahlreiche zentrale Fragen offen sind – Fragen, die vor einer Budgetierung zwingend hätten geklärt werden müssen. Einmal mehr wurden auch hier die formellen Vorgaben nicht eingehalten: Das Geschäft hätte zwingend als ordentliches Traktandum im Gemeinderat behandelt werden müssen – immerhin wird dies an einer kommenden Gemeinderatssitzung noch nachgeholt.

Die SVP Hofstetten-Flüh fordert vor diesem Hintergrund mehr Transparenz, die sofortige Einhaltung der Ressortzuständigkeiten durch alle Gemeinderatsmitglieder – und endlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern und Ausgaben.

Die SVP lehnt Steuererhöhungen weiterhin entschieden ab, solange kein konkreter Finanzplan mit klarer Prioritätensetzung und verbindlichen Sparmassnahmen vorliegt.

Was ist eigentlich aus den vielen Sparversprechen der Gemeindepräsidentin und der Parteien geworden?
Lesen Sie hier die getroffenen Aussagen der Gemeindepräsidentin, der Gemeinderäte und der Parteien zum Thema Sparen.

Der Präsident, Benjamin Thoma

Artikel teilen
weiterlesen
Kontakt
SVP Hofstetten-Flüh
E-Mail
PC-Konto
IBAN: CH65 8080 8001 4021 2229 4
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden