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Ein weiteres Kapitel in der Causa „Offener Brief der Mitarbeitenden“

Der Umgang des Gemeinderats Hofstetten-Flüh mit dem „offenen Brief der Mitarbeitenden» wirft weiterhin ernsthafte Fragen zu Transparenz und Fairness innerhalb der Gemeinde auf.

Im öffentlichen Gemeinderatsantrag vom 13. Januar 2026 wurden Teile des Briefes der Mitarbeitenden an den Gemeinderat öffentlich gemacht – namentlich erhebliche Vorwürfe an alle Gemeinderatsmitglieder. Einem Gemeinderatsmitglied werden – wörtlich – verbale Verunglimpfungen, Erniedrigungen oder Beleidigungen vorgeworfen. Den übrigen Mitgliedern des Gemeinderats wird konkret vorgehalten, zu wenig dagegen unternommen zu haben.

Für die SVP Hofstetten-Flüh ist unverständlich, weshalb zwar schwerwiegende Vorwürfe öffentlich gemacht werden, der eigentliche „offene Brief“ aber weiterhin unter Verschluss gehalten wird. Leider kann die SVP Hofstetten-Flüh politisches Kalkül nicht ausschliessen.

Die SVP Hofstetten-Flüh nimmt deshalb erfreut zur Kenntnis, dass ein SVP-Mitglied keinen Aufwand scheut und sich konsequent für Transparenz in dieser Sache einsetzt. Nach einer kürzlich in Solothurn ergangen Schlichtungsverhandlung muss der Gemeinderat am kommenden Dienstag, 19. Mai 2026 darüber entscheiden, ob der Brief der Mitarbeitenden zumindest in geschwärzter Form herausgegeben wird.

Die Absurdität dieser Angelegenheit wird bereits mit einem Blick auf die Bezeichnung des Traktandums 9 der Sitzung vom 19. Mai 2026 offensichtlich: „Herausgabe offener Brief in komplett geschwärzter Version“. Behandeln soll der Gemeinderat das Geschäft – wenig überraschend – einmal mehr vertraulich.
Ein „offener Brief“, der vertraulich behandelt und danach komplett geschwärzt herausgegeben werden soll: Treffender lässt sich der heutige Zustand der Transparenz in Hofstetten-Flüh kaum beschreiben.

Für die SVP Hofstetten-Flüh ist diese ganze Angelegenheit definitiv nicht mehr nachvollziehbar. Entweder sind die öffentlich erhobenen Vorwürfe tatsächlich derart gravierend, dass die Bevölkerung ein berechtigtes Interesse an Transparenz hat. Oder aber die Situation wurde bewusst und unüberlegt dramatisiert, ohne dass eine sachliche Überprüfung möglich sein soll.

Statt offen zu informieren, werden weiterhin Verfahren geführt und öffentliche Mittel (=Steuergelder!) eingesetzt, um Dokumente möglichst lange zurückzuhalten. Weitere kostspielige Auseinandersetzungen scheinen bereits vorprogrammiert.

Der Souverän kann seine demokratische Oberaufsicht nur wahrnehmen, wenn relevante Vorgänge nicht hinter Vertraulichkeitsvermerken und Schwärzungen versteckt werden.

Die SVP Hofstetten-Flüh wird sich weiterhin für Transparenz, rechtsstaatliche Verfahren und einen fairen Umgang mit allen Beteiligten einsetzen.

SVP Hofstetten-Flüh

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